Freitag, 29. Oktober 2010

NYC

Ich sitze auf den roten Stufen am Times Square. Er ist voll von Menschen und voll von Werbung - bunt, flimmernd und übergroß!
Andauernd versucht jemand, mir "Freikarten" oder "Ermäßigungskarten" für irgendeine großartige Show anzudrehen.

Ein Typ versucht mich zu überzeugen, dass ich mir unbedingt einen kostenlosen Film "The Modern Science Of Mental Health" anschauen soll und gibt mir einen Flyer. Als ich diesen wende bemerke ich, dass er von Scientology ist. Er gibt nicht auf, aber ich kann wiederstehen und bald hat er ein neues Opfer gefunden.

Am Ende bekomme ich eine Freikarte für "The Ride" - eine ganz neue Show der besonderen Art. Schwer zu erklären, am besten einfach selbst anschauen http://www.experiencetheride.com/
Es war definitiv besonders!

Als ich so über die 7th Avenue schlendere bemerke ich einen Penner, der direkt aus einem Mülleimer isst. Ich finde es unglaublich, wie viel Essen er da drin findet!

Als ich vor dem Flatrion Building am Madison Square Park sitze höre ich eine Typen recht laut in sein Handy sprechen, er sagt FUCK bestimmt nach jedem 3ten Wort.
Nach einer Weile unfreiwilligem zuhören fällt mir auf, dass er über seine Frau redet...

Als ich durch Central Park laufe, vorbei am Jacki Kennedy Onassis Reservoir, Cedar's Hill, the Lake und ganz vielen Bänken mit wundervollen Widmungen bemerke ich Zeichnungen auf der Straße, über denen steht: Become your Dream!
Im Tunnel singt ein Mann "Unforgettable".
Ein paar alte Chinesinnen sammeln Eicheln, ich setze mich eine Weile auf eine Bank, auf der steht: "we invite everyone to rest on this bench"
und beobachte die Miniatur-Segelboote, die zwischen Laub und Enten auf einem kleinen See dahinsegeln.
Auf einmal entdecke ich die "Alice in Wonderland Statue" und fühle mich selbst wie im Wunderland.

Auf den Stufen vor dem MET singt eine Gruppe Männer richtig gut. Sie bekommen viel Beifall und viel Geld in ihren Hut.

Als ich durch das MoMA laufe, wird mir mal wieder bewusst, wie sehr ich Modern Art mag, vor allem Dali, Roy Lichtenstein und Jackson Pollock!

Ich hab auch einiges in in NYC gelernt:
Um nach Liberty und Ellis Island zu kommen, muss man stundenlang anstehen - besser Karten im Internet reservieren - geht ein bisschen schneller. Dafür lohnt sich der Blick auf die Skyline (am besten von Ellis Island aus).

Man merkt sofort, dass ich ein Tourist bin, weil ich den Menschen in die Augen schaue und lächle. New Yorkerinnen schauen nach unten - auf ihr Hany, dass sie ständig in der Hand halten. Ausserdem besitze ich keine Tasche für $ 2500,-!

Die Temperatur kann von heute auf morgen und von morgens bis abends um 10-15 Grad sinken! Also besser eine Jacke mitnehmen...

Ich liebe Pumpkin Spiced Latte, New York Style Hot Dog (mit Senf, Ketchup, Sauerkraut und Relish!)und Central Park.

Die Preise in den Läden sind NIE die Endpreise, da kommt immer noch Steuer drauf (ich frag mich, wann ich mich endlich dran gewöhne...)!!!

Wenn es regnet gibt es keine Schlange im Empire State Building. Dafür ist die Sicht vielleicht nicht ganz so berauschend und es könnte auf der Nordseite im 86ten Stock ein wenig ungemütlich werden...)

Eisenberg's Sandwich ist nicht das Restaurant aus Harry und Sally sondern Katz's Deli.. ich frag mich aber immer noch woher ich das Eisenberg's kenne... hmmmm....?!?!?!

In NYC gibt es nicht nur haufenweise Eichhörnchen sondern auch Waschbären (einer wohnt in meinem Hostel Jazz at the Park...)

46 Blöcke nach Hause zu laufen (nachdem man sicher schon mehr als 100 gelaufen ist) anstatt die U-Bahn zu nehmen ist keine gute Idee (und die $ 2,25 für das Metro Ticket sind nicht verschwendet!)

Das "American Museum of Natural History" ist nicht frei, sie verlagen einfach grundsätzlich eine Spende von $16! Dafür ist das MoMa am Freitag ab 16 Uhr frei.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Träume nicht dein Leben - sondern Lebe deinen Traum

Diesen Satz kennt wahrscheinlich so gut wie jeder und er klingt ein wenig ausgelutscht.. er klingt nach kitschigen Postkarten oder kindlichen Gästebucheinträgen von Teenies bei Lokalisten. Leider. - denn dieser Satz hat mein Leben verändert.
Es heißt ja immer, dass einen das Reisen verändert. Ich bin nach meiner 4-wöchigen Backpackingtour durch Südafrika in mich gegangen, habe mir überlegt, ob ich in meinem Leben glücklich bin, was mein größter Traum ist und warum ich ihn nicht lebe sondern träume!
Wenn ich gefragt werde, was ich mit 1 000 000,- machen würde, ist seit meiner Kindheit die Antwort: eine Weltreise. Wenn ich darüber nachdenke, was ich meinen Enkeln einmal erzählen möchte, sind es Berichte und Abenteuergeschichten über meine Weltreise. Und wenn man mich fragt, wo ich mich in 10 Jahren sehe, dann sage ich: irgendwo im Ausland.
Nun bin ich 25 Jahre, habe bereits ein viertel Jahrhundert auf dem Buckel und die letzten Jahre meines Lebens damit vergeudet in einem Job zu arbeiten, in dem ich zwar gutes Geld verdiene und mir einen gehobenen Lebensstandart, eine Wohnung im Herzen Münchens und haufenweise Klamotten leisten kann, der mich aber weder glücklich macht noch weiter bringt.
Was bringt all das Geld wenn man später einem Traum hinterher weint.
Mein Entschluss ist gefallen! Hier hält mich nichts. Ich bin Single, ich vergammel in meinen Job und ich habe keine Familie oder sonstige Verpflichtung, die mich hier halten würde!
Ich bin auf mich allein gestellt und könnte tun und lassen was ich möchte! Ich könnte nicht nur, ich KANN und ich WERDE!
In den nächsten Monaten werde ich meine Weltreise planen, Geld sparen, so viele Nebenjobs wie möglich annehmen, alles organisieren (und dabei ist eine ganze Menge an Organisation nötig) und in nicht einmal einem halben Jahr bin ich weg, unterwegs in die Ferne. Und dann hat es sich ausgeträumt. Dann heißt es: Ich lebe meinen Traum!!!